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Toringi

Geschichte

Die Thüringer

Wer waren die Thüringer

Die Toringi waren ein Stammesverband aus suebischen Hermunduren (Hauptteil), Warnen und Angeln,
sowie sesshaft gebliebenen Teilen der Semnonen, Teile der an „Thüringen“ grenzend siedelnden Chatten
und im östlichen Teil des Reiches Reste von Langobarden, die sich während ihrer Wanderschaft niederließen.

Nach legendenhaften Überleiferungen war der Beginn des Thüringer Königsgeschlechts der König Merwig (Moebis),
geb. 329 als ein Sohn der Hogersippe (Hoger/Hoyer-Errichter der Mühlburg), dessen Sohn Erphes als Gründer
der Stadt Erfurt (Erphesfurth) gilt, nachdem er an den Speerwassern (Ger-aha, Fluß Gera) eine Furt entdeckte
und dort sein Gehöft errichtete. Diese wagen Informationen über das Königshaus der Thüringer stellen jedoch
eher den Versuch dar, den Zeitabschnitt zwischen der letzten Erwähnung der Hermunduren
(um 180 n.d.Zt.-Vita Marc Aurel – Markomannenkriege) und der Ersterwähnung der Thüringer zu überbrücken,
da uns die Geschichtsschreibung eine Spanne von ca. 150 Jahren offen läßt.

Erwähnte Herrscher des Thüringerreiches: Erpes (Namensgeber für Erfurt althdt. Erpesfurth), Hoyer o. Hoger-
der Ersterrichter der Mühlburg-heute eine der 3 Gleichen, Otterich, Byssinus (Bisin II - der Vater von König Herminafrid)
-zwei thüringer Könige mit diesem Namen erwähnt-Bisin I u. Bisin II - Vater u. Sohn?

Historisch eindeutig belegbare Herrscher der Thüringerreiches:

Bisin                  <> 510      Vater von: Baderich, Herminafrid,
                                                        Bertachar-Vater von Radegunde

                                   Gatte von: Menia (Langobardenprinzessin)   


Herminafrid 510 <> 531/534  Vater von: Amalafrid, Rodelinde. Oheim von: Radegunde
                                          Gatte von: Amalaberga-Tochter von Trasamund(Langobardenkönig),
                                         Nichte von: Theoderich dem Großen (Ostgotenkönig)

Bertachar    510 <> 529         Vater von: Radegunde

Baderich     510 <> 5..?                            

Die 3 Söhne Bisin´s regierten in Teilreichen die Ländereien ihres Vaters. Bertachar war Teilkönig des Ostreiches
(Warnenfeld/Hwerenowfelda) – Gebiete zwischen Elbe und Saale. Herminafrid war Teilkönig im zentralen Gebiet
– in etwa das heutige Thüringen. Baderich war Teilkönig im Südreich – Residenz das heutige Würzburg à Gebiete
entlang des Mains bis zur natürlichen Grenzgemarkung der Mittelgebirge vorm Böhmischen Becken.

Die Legenden bringen uns ein wenig durcheinander, da wir es hier mit zwei Königen zu tun bekommen, die den Namen
Bisin tragen. Nennt uns doch die „origo gentis Langobardorum“ den Thüringerkönig, der seine Tochter Radegund mit
dem Langobardenkönig Wacho vermählt hat, Fisud. War dies nun der wahre Name von Herminafrid´s Vater?
Nein: Mehrere fränkische Quellen belegen Bisin als Vater Herminafrid´s, Baderich´s und Bertachar´s. Unser erster Bisin
ist wohl ein Produkt der geschichtsschreiberischen Freiheit eines gewissen „Gregor von Tours“, der über das Exil des
Frankenkönigs Childerich I berichtet und uns auch eine der wichtigsten Quellen zur Geschichte des Unterganges des
Thüringerreiches gab, welche jedoch kritisch zu betrachten ist (Siegergeschichtsschreibung…!).

Zu diesem „Bisin“  erzählt uns eine Sage, wie er angeblich seine Frau Basina an den Franken Childerich I. verlor.
(Zeitliche Einordnung hier: vor 482n.d.Zt., da 482-511n.d.Zt. dessen Enkel Chlodwig I. herrschte)

<Childerich und Basina>



Tatsächlich war Childerich nicht bei den Stammthüringern im Exil, sondern bei den niederrheinischen Thüringern.
Diese Gruppe siedelte nach den Schlachten auf den katalaunischen Feldern in diesem Gebiet. (dazu später mehr)
Basina, oder besser Basena war jedoch Bisin´s Schwester und auch wirklich mit Childerich verheiratet.

Erstwerwähnung

Die erste Erwähnung der Toringi als geeinter Stammesverband unter dem Namen „Toringi“, datiert um das Jahr 380 n.d.Zw.
durch Flavius Vegetius Renatus (Schriftsteller) in einem Buch zur Pferdeheilkunde. Hier entsteht auch gleich die Verbindung
zum ausgeprägten Pferdekult der Thüringer. Diese waren für ihre Zuchttiere berühmt und natürlich auch in Fragen der
Heilkunst gefragte Leute. In einem Brief bedankt sich Theoderich der Große (Gotenkönig) beim König der Thüringer für
die prächtigen Schimmel, die ihm als Geschenk für die Heirat Herminafrids mit seiner Nichte Amalaberga gegeben wurden.

Überschichtungs- und Verschmelzungsprozesse folgen im folgenden Jahrhundert durch die andauernde Völkerwanderung
und den Sturm der Hunnen. Die wohl namhaftesten Stämme, die im Zuge der Völkerwanderung durch Thüringen ziehen,
sind die Wandalen (zwischen ca. 330 – 380) und die Langobarden (um 370 im Westteil Thüringens).

Erwähnungen der Thüringer

-          380 n.d.Zw. Vegetius Renatus „Digestorum artis mulomedicinae libri“

-          Gedichte und Briefe des Sidonius Appolinaris (um 479 verstorben), es ist jener gallo-römische Aristokrat,
          der die Geschehnisse der Schlacht auf den katalaunischen Feldern beleuchtet. Er erwähnt die „Thoringer“,
          die mit den Hunnen zogen.

-          „Variae“ des Cassidor – Verträge und Briefe des frühen 6.Jh. aus der Kanzlei Theoderich des Großen

-          „Getica“ Gotengeschichte des Jordanes von 551

-          Prokop „der Gotenkrieg“ 6.Jh.

-          „Zehn Bücher fränkische Geschichte“ Gregor von Tours 573-575

-          „Vita Radegundis“ und „Klagelieder der Radegunde“ Venantius Fortunatus 2.Hälfte 6.Jh.

-          „Briefe der Merowinger“ Fredegar im 7.Jh.

-           „Chronik des Fredegar“ Fredegar im 7.Jh.

-          „Briefe des Bonifatius“

Spätere Quellen

-          „Historia Langobardorum“ Paulus Diaconus um 800

-          „Lex Thuringorum hoc est Lex Angliorum et Werinorum“ 802/803

-          „Geograph von Ravenna“ frühes 9.Jh.

-          „Translatio Alexandri“ Rudolf v. Fulda Mitte 9.Jh.

-          „Res gestae Saxonicae“ Widukind von Corvey bis 967

-          „Die Quedlinburger Annalen“ 11.Jh.

-          „De Origiae Gentis Swevorum“ 12.Jh.

Bedeutung und Herkunft des Namens Thüringen

-          Toringi: germ. Turingoz

-           Hermondoroi: germ. ermanduroz Ableitbar von: ermena (groß), dur (wertvoll), duren (fest),
           Dur (Eigenname), turon (kühn).

-          Teurier: keltischer Name (Volk).

-          Turonen: keltischer Stamm

-          Lange Zeit glaubte die Namens- und Sprachforschung, das der Name Toringi „Thors Leute“ bedeuten würde.
          Dies gründet sich aus der Geschichte um die Reisen des Tacitus, welcher das Land der Thüringer besuchte
          und ihnen wegen ihres höchsten Gottes Thor den Namen „T(h)oringi“ gab. Das gehört allerdings ins Reich
          der Legenden, da Tacitus Thüringen nie zu Gesicht bekam. Zu Zeiten Tacitus´ war auch noch nicht im
          Entferntesten an Thüringer zu denken. Diese wurden ca. 280 Jahre nach Tacitus´ Germania erst erwähnt.
          Außerdem hieß in der Sprache der Thüringer der Donnergott „Thunar“ oder Thunarar“. Die Verbindung zu
          Thor entspricht keinem realen historischen Kontext.

-          Ein weiterer Erklärungsversuch ist die Verbindung zum Vaterstamm, den Hermunduren sprachl. Duren.
          Somit hießen die Thüringer Duringi.

-          Neuere Forschungsergebnisse bringen den Namen der Thüringer mit den altvorderen Kelten in Verbindung.
          Es soll ein Stamm mit dem Namen „Turonen“ im Gebiet Thüringens gesiedelt haben. Inwieweit sie jedoch den
          Namen weitergaben, bleibt bis jetzt in den Weiten der Geschichte verborgen.

Während der gesamten Völkerwanderungszeit bewegen sich die Thüringer so gut wie nicht. Thüringer Nachbarn
im 4./5. Jh. sind Sachsen, Franken, Alamannen, Langobarden, Chatten, Quaden u. a. .

Zeugen der Zeit

Jedoch verdanken wir den Vätern der Thüringer und den alten Thüringern selbst nicht nur wichtige geschichtliche
Hinterlassenschaften, sondern auch viel kulturelles Gut, welches die Jahrhunderte überdauerte.

Glaubenswelt

-             So glaubten die Hermunduren, im Hörselberg bei Isenaha (Eisenach) würde sich das wilde Heer verbergen.
             Die Frau von Wodan, Hulda, führte das Heer zur wilden Jagd(In wilden Gewitternächten). Später wurde aus
             Hulda eine Hexe gemacht, die tapfere Krieger verführt und in die Hölle hinab reißt(siehe Tannhäuser-Sage),
             aber da das Volk sie verehrte sah sich die Kirche nicht in der Lage ein negatives Bild aufrechtzuerhalten.
             Dies war die Geburtsstunde der Frau Holle.

             Hier kannst du einige Sagen finden, die aus dieser Mär erzählend die Zeiten überdauerten. Sie wurden u.a.
             von den Brüdern Grimm gesammelt:

<Tannhäuser>          



<Der getreue Eckart>                    



<Der Hörselberg>  



<Frau Holla und der getreue Eckart>



-             Der Menhir von Buttelstädt wurde von den Hermunduren und später von den Thüringern als der ausgestreckte
             Finger von Ziu (Tyr) verehrt, dessen Hand vom Fenriswolf abgebissen ward.

-             Hermunduren und auch später die Thüringer betrachteten den Blocksberg (Brocken) im Herzynischen Wald(Harz)
             als einen heiligen Berg, da sie dort Asgard und ihren Göttern am nächsten waren.

-             Im Heiligtum Niederdorla opferten nicht nur Hermunduren und Thüringer. Man geht davon aus,
             daß dieses Zentralheiligtum eine bestimmende Stellung im mitteldeutschen Raum hatte.

-             Die noch heute bei Jägern bekannte Jagdgöttin Diana findet man im germanischen Kult wider. Ein ebenfalls in
             Niederdorla entdecktes Heiligtum soll auf einen Jechakult zurückzuführen sein. Diana ist die gleiche Göttin nur
            griechisch/römisch.

Pferdekult

-             Wie schon erwähnt waren die Thüringer berühmt für die Zucht von Pferden. Dementsprechend spricht man
             auch von einem ausgeprägten Pferdekult der Thüringer. Den angesprochenen Brief des Ostgoten Theoderichs
             kannst du HIER lesen.



Geschichtliche Zeugen berühmten Handwerk´s

-             Die Thüringer erlangten ebenfalls durch ihre Schmiedekunst großes Ansehen. Besonders gefragt waren
             neben filigranen Feinschmiedearbeiten die berüchtigten Damastschwerter der Thüringer. Wieder ist ein
             Brief Theoderichs des Großen ein Indiz. Er spricht von den Klingen, die erscheinen wie mit feinem Wurmwerk
             gekräuselt (Durch die Faltung verschiedener Legierungen entsteht ein Muster im Stahl, in diesem Falle wohl
             Wurmdamast); mit glänzendem Pulver so kräftig poliert (Die Schwerter wurden nach dem Schleifen mit feinstem
             Sand poliert und wurden dadurch spiegelblank, Unstrutsand?). Diesen Brief Theoderichs kannst du HIER lesen.



Der Hunnensturm und die Rolle der Thüringer:

451 gab es einen vernichtenden Sieg der Römer, Franken, Westgoten, Burgunder in der „Schlacht auf den katalaunischen
Feldern“ über Attilla/Etzel. Dessen Verbündete waren die Thüringer, Wandalen und Ostgoten. Thüringer siedelten zwischen
Maas, Schelde und am Niederrhein.

Der Untergang des Thüringer Königreiches:

Nun kommen wir zu dem Teil der Geschichte, um den sich so viele Sagen ranken und der in zahlreichen Niederschriften eine
Nennung fand. Zu viele sagenhafte Geschichten ranken sich um den Untergang, der in verschiedenen Stammessagen einmal
mehr einmal weniger ruhmreich aus Sicht der Thüringer seine Darstellung findet. Auch fließen je nach dem Zeitpunkt der
Niederschrift verschiedene nicht zugehörige Geschichtsereignisse mit ein.

505            stirbt Bisin und hinterlässt drei Söhne

Baderich
Herminafrid/Hermenefred (Mann von Amalaberga)      

<Die Sage von Amalaberga von Thüringen>



Bertachar/Berthar (Vater der Radegunde)

509            wird das Reich aufgeteilt

Baderich regiert den Süden zwischen Main und Loiba/Louvia (Thüringer Wald)
Herminafrid regierte den Teil zwischen Louvia und dem Herzynischen Wald (Harz)
Bertachar regierte den Norden (Das Warnenfeld)

510             Heirat von Herminafied mit Amalaberga der Nichte des Ostgotenkönigs „Theoderich der Große“
519             Brudermord an Baderich
529             zogen die salischen Franken unter ihrem König Theuderich, dem Schwiegersohn des Baderich,
                 gegen Thüringen vom Sachsenlande her. Bertachar fiel, jedoch erstritten die Thüringer einen Sieg.
                 Radegunde ging an Herminafrid ´s Königshof Herveri´s Leiban – Das Erbe Herminafrids (Herbsleben).

531            Untergang des Thüringerreiches unter König Herminafrid durch den Sieg der Franken (Merowinger) und Sachsen,
                 wahrscheinlich bei Burgscheidungen, zu Füßen der Skithingi(skit ingen – althdt. Die Leute von der hölzernen Burg)
                 an der Unstrut. Verschiedene Geschichtsschreiber stellen das Ende des Thüringer Königreiches verschiedenartig dar,
                 ebenso ist man über den Standort und die Rolle der Burg Skithingi unschlüssig.
                 Thüringen wird Teil der "Francia Orientalis", bleibt jedoch relativ selbständig und somit weitere zwei Jahrhunderte
                 weitgehend von der Christianisierung verschont.  Franken und Sachsen ziehen nach Thüringen, es folgen die
                 ostsaalischen Wenden (Slawen).

Die Thüringer kamen erstmals durch die Gotin Amalaberga, die Frau Herminafrids, Tochter des Wandalenkönig Thrasamund und
Nichte von Theoderich dem Großen – König der Ostgoten, mit dem Christentum in näheren Kontakt. Sie beeinflusste jedoch nicht
mehr als ihr näheres Umfeld und die Kinder von Herminafrids Bruder Bertachar. Diese waren an den Königshof gekommen,
nachdem ihr Vater in den Schlachten im Warnenfeld 529 gegen die Franken gefallen war. Seine Tochter Radegunde wurde nach
ihrem Leidensweg heilig gesprochen und ist die wohl bekannteste, wenn auch tragischste Gestalt dieses Königshauses. Amalaberga
lehrte sie ihren Glauben, der typisch gotisch, der arianische Christenglaube war.
Der Arianismus findet ein sehr bedeutendes Zeugnis in der sog. Gotenbibel, die durch Wulfila im 4. Jh. niedergeschrieben wurde.
Diese Berührung des Königshauses mit dem Christentum hatte jedoch wenig Einfluss auf die Bevölkerung des Königreiches der Thüringer,
die weiterhin an ihrem Glauben festhielten.
Anders als bei den Sachsen durch Karl den Großen, wurde die Christianisierung der Thüringer nicht durch das Schwert geführt.
Man kann davon ausgehen, dass dadurch viele heidnische Bräuche wesentlich länger praktiziert wurden. Hierzu hinterließ uns
auch ein Schreiber des Missionars Bonifatius nach dessen Tod: (sinngemäß) „Die eigensinnigen Thüringer, die nicht ablassen
wollen von ihren alten Bräuchen, gehen gleich nach der Messe zu ihren „heiligen Hainen“ und opfern ihren alten Göttern, als wollten
sie ihren wahren Glauben bekennen!“ Zu belegen sind diese Worte durch Funde heidnischer Kulthandlungen im Opfermoor Niederdorla,
die bis ins 11.Jh datieren.

Um den Untergang und den wahren Verlauf der Geschehnisse des Jahres 531, welches als Schicksalsjahr des Thüringerreiches bekannt ist,
ranken sich viele Geschichten und Sagen. Bindend sind für uns die spärlichen geschichtlichen Quellen und eine Menge
unvoreingenommene Phantasie, was für einen Thüringer nicht unbedingt leicht ist. Tatsächliche Quellen sind für uns die
Niederschriften des fränkischen Geschichtsschreibers Gregor von Tours, des Sachsen Widukind von Corvey, Radegundes
Vertrauter Venantius Fortunatus.

531        Zwei Frankenheere unter Clothar und Theuderich (Brüder) ziehen gegen die Thüringer und besiegen diese an der Unstrut.
            Die Frankenkönige erklärten Mittel- und Südthüringen als Teil des fränkischen Reiches und setzten einen Herzog in der Nähe
            des Königssitzes ihres ermordeten Schwiegervaters Baderich (Würzburg) ein. In den kommenden Jahren wurde das Land
            durch die Franken verwaltet, indem sie zwischen den thüringischen Orten einzelne Siedlungen anlegten und in der Nähe
            wichtiger Straßen, Handelsplätzen, Heiligtümern und ehemaligen Königs-/Fürstensitzen ein System von Wachstationen einrichteten.

534        wurde Herminafrid in Zülpich von der Stadtmauer gestoßen und fiel zu Tode. Mit ihm auch der salische Frankenkönig Theuderich.
            Womöglich nutzte Clothar der 1. die Gunst der Stunde und ließ beide umbringen. Herminafrid war nach Zülpich gekommen,
            um die Krone für Thüringen zu erhalten und in seinem Reich als Vizekönig zu regieren. Clothar vereitelte dieses Unterfangen
            mit seinem Anschlag und ergatterte sich sogar das Reich seines Halbbruders Theuderich, der Herminafrid zu den Verhandlungen bat.

            Amalaberga hingegen flüchtete mit ihren Kindern nach dem Mord ihres Mannes an den Hof des Gotenkönigs Theoderich.
            Nach dem Tode Theoderichs 526 wurde das Ostgotenreich von Byzanz aus angegriffen und Amalaberga und ihre Kinder Rodelinde
            und Amalafrid kamen an den Hof des Kaisers, wo sie königlich behandelt wurden. Amalafrid wurde Heermeister. Zwischen 565 und
            570 führte Byzanz weitere Kriege, in denen der letzte thüringer Thronerbe Amalafrid starb.

556        Thüringer Adlige schmieden ein Bündnis mit den Sachsen, um sich gegen die Franken zu erheben. Clothar reist persönlich ins
            Sachsenland, um den Aufstand niederzuschlagen. Der Thüringische Adel bleibt in Kampfeslaune und sucht sich neue Verbündete,
            der Aufstand wird fortgesetzt...Ende offen!

594        Wird ein letztes Aufbäumen der Thüringer niedergeschlagen. In die Geschichtsbücher ging diese Tat als Warnenaufstand ein,
            der durch ein gefestigtes fränkisches Heerwesen in Thüringen niedergeschlagen wurde. Von dieser Stund an, waren die Ziele
            eines unabhängigen Thüringerreiches vorerst begraben.

 
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